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22.4.2008 Thumbnails und Urheberpersönlichkeitsrechte

Heute und morgen möchte ich das Thema der urheberrechtlichen Zulässigkeit von Thumbnails noch einmal aufgreifen, allerdings nur zwei Randkomplexe. Wer mehr über die bisherige Rechtsprechung erfahren möchte und das "Big Picture" sucht, sei auf die Ausführungen auf meiner Website (Rubrik: Erstellung von Thumbnails durch Bildersuchmaschinen urheberrechtswidrig?), meinen Aufsatz "Zulässigkeit der Erstellung von Thumbnails durch Bilder- und Nachrichtensuchmaschinen?", ZUM 2007, 119-128, und das jüngste Urteil des Thüringer Oberlandesgerichts verwiesen.

Schrader/Rautenstrauch diskutieren in der UFITA 2007, 761 ff. u.a., ob in der Erstellung von Thumbnails ein Eingriff in das Urheberpersönlichkeitsrecht (§ 14 UrhG), eine Entstellung des Originals liegen könnte. Dabei wird auf die Rechtsprechung des OLG Hamburg zu Handy-Klingeltönen hingewiesen (Urteil vom 18.1.2006, Az. 5 U 58/05). Das Gericht nahm einen Verstoß gegen § 14 UrhG mit folgender Begründung an: "Denn hierbei wird das Musikstück nicht nur auf einige wenige Takte gekürzt und digital bearbeitet, sondern vor allem auch durch die Verwendung als rein funktionaler Signalton einer Nutzung zugeführt, die nicht darauf gerichtet ist, eine Tonfolge als Musikwerk in Form eines sinnlich-klanglichen Erlebnisses wahrzunehmen, wie es in aller Regel der Intention des Urhebers entspricht. Vielmehr dient die Musik bei der Nutzung als Handy-Klingelton als rein funktionales Erkennungszeichen, für das der künstlerische Gehalt, die dramaturgische Komposition usw. des Werks nur nebensächlich sind und ein vorhandener ästhetischer Spannungsbogen durch das „Annehmen" des Gesprächs gerade bewusst zerstört wird."

Diese Überlegung lässt sich auf Thumbnails aber so nicht übertragen, weil mit den kleinen Vorschaubildern keinerlei abwertende Wirkung verbunden ist und die Wahrnehmung des Originals nicht beeinträchtigt wird (so auch Schrader/Rautenstrauch, UFITA 2007, 765).


   

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